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Streetart Tarifa (Foto: Juliane Jahn)

Juliane Jahn

Ein Kunstwerk für den Kreisel

+++ Umgestaltung der Kreuzung Lomonossowallee, Einsteinstraße und Dubnaring im Stadtteil Schönwalde I/ Südstadt +++ Kunstwerk soll den Kreisel optisch aufwerten +++ Bürgerinnen und Bürger stimmen über Gestaltung ab +++ Baubeginn Sommer 2019 +++

"Ist das Kunst, oder kann das weg?" Dieser bekannte Satz geht auf die Zerstörung eines Kunstwerks von Joseph Beuys zurück. Eine übereifrige Reinigungskraft beseitigte 1986 die Installation "Fettecke" des Künstlers, die aus fünf Kilogramm Butter gefertigt war. Und noch heute gilt: Kunst liegt im Auge des Betrachters. Sobald die Kunst die privaten Räume verlässt, unterliegt sie dem Urteil der Öffentlichkeit. Kunstwerke, die den alltäglichen Blicken ausgesetzt sind, unterliegen anderen Maßstäben, als wenn sie vorrübergehend einem kleinen Kreis zugänglich ist.

Kunst im öffentlichen Raum ist vielseitig. Von Denkmälern über Streetart bis hin zu bunt gestalteten Fassaden ist alles möglich. Bunt kann es sein, oder einfarbig; abstrakt oder wirklichkeitsnah. Der Kunst sind (fast) keine Grenzen gesetzt. Sie kann dem Betrachter direkt ins Auge fallen; sie kann einen aber auch ganz unvermittelt treffen, wenn man nicht mit ihr gerechnet hat. Im Vorfeld kann niemand erahnen, wie zukünftige Kunstwerke von jenen wahrgenommen werden, die sie täglich immer wieder sehen - oder übersehen.

Auch in Greifswald gab es immer wieder Diskussionen darüber, was Kunst sei und was nicht. So ist zum Beispiel der Kunstkubus am Karl-Marx-Platz nicht unumstritten. Manch einem ist die dort ausgestellte Kunst zu abstrakt, zu experimentell. Kunst müsse doch für jeden verständlich sein, heißt es dann. Andere erfreuen sich genau daran, dass der Kubus neues zeigt und zu eigenen Gedanken anregt.

Um großen Diskussionen, die oft entstehen, wenn es eigentlich schon zu spät ist, vorzubeugen, hat die Stadt Greifswald im Vorfeld der geplanten Umgestaltung der Lomonossowallee beschlossen, die Bürgerinnen und Bürger vor Ort einzubeziehen. Die Lomonossowallee ist an der Kreuzung Lomonossowallee, Einsteinstraße und Dubnaring im Stadtteil Schönwalde I/ Südstadt sowohl für den motorisierten als auch den nicht motorisierten Verkehr recht unübersichtlich. Der Knotenpunkt soll daher zu einem Kreisverkehr umgestaltet werden und insgesamt eine optische Aufwertung erfahren. Die Mitte des neuen Kreisels soll ein Kunstwerk schmücken.

Am Abend des 20. Februars konnten interessierte Bürgerinnen und Bürger im Laufe einer Informationsveranstaltung in der Grundschule Greif über mögliche Aspekte des neuen Kunstwerks auf dem geplanten Kreisel an der genannten Kreuzung abstimmen. Um die 30 Personen haben diesen Termin wahrgenommen. Für folgende Aspekte wurde ein Meinungsbild eingeholt:

  • Das Kunstwerk im Kreisverkehr soll mit Bezug zum Stadtteil heute oder mit Bezug zur Vergangenheit sein.
  • [...] soll abstrakt oder gegenständlich (lebensnah) sein.
  • [...] soll einfarbig (materialsichtig) oder bunt (farbig oder mehrfarbig) sein.
  • [...] soll sich in den Stadtteil eingliedern (eher unauffällig) oder die Blickachse betonen (Hingucker, Blickfang).

Insgesamt entschied sich die Mehrheit für ein einfarbiges, lebensnahes, eher unauffälliges Kunstwerk mit Bezug zum heutigen Stadtteil. Dementsprechend soll die Ausschreibung gestaltet werden. Bürgerinnen und Bürger können sich über die zuständige Ortsteilvertretung (OTV) Schönwalde I/Südstadt auch weiterhin an der Gestaltung beteiligen. Weitere Informationen erfolgen über die Presse, die Internetseite der Stadt und die OTV. Die Bauarbeiten an der Kreuzung sollen im Sommer 2019 beginnen.

 

Verwandte Links

  1. https://www.greifswald.de/de/.galleries/Beauftragtenbuero/2019-02-20-Auswertung-Kunst-im-oeff.-Raum-Kreisverkehr-Lomonosswallee-Dubnaring-Einsteinstrasse.pdf _blank
  2. https://www.deutschlandfunkkultur.de/besprueht-verrostet-missachtet-kunst-im-oeffentlichen-raum.1001.de.html?dram:article_id=329117 _blank

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